Im Londeon des ausgehenden 19. Jahrhunderts sucht der junge Arzt Mortimer Granville händeringend nach einer neuen Anstellung, seinem alten Chef war er zu aufgeschlossen für neue wissenschaftliche erkenntnisse. Auf seiner Suche gerät er an Dr. Dalrymple, seines Zeichens so etwas wie ein Facharzt für Hysterie, der seine Patientinnen mit einer ganz besonderen Massage behandelt. Mortimer nimmt die Stelle an und erweist sich als talentiert, wenn da nicht diese fiese Sehnenscheidenentzündung wäre....
Meinung:
Historienfilm mal etwas anders. Meist sind es ja doch eher geschichten über die reichen und schönen oder die Politiker dieser Zeit. Dabei ist die Erfindung Mortimers bis Heute sehr gefragt. Der Film erzählt recht locker und unterhaltsam seine Geschichte, versprüht dabei aber auch diesen alten, steifen britischen Charme der sehr gut zu dieser Zeit passt. Ebenso treffend und gut anzusehen ist die Ausstattung und die Art wie diese Zeit eingefangen wurde. Wer auf Filme dieser Art steht wird sehr gut unterhalten, aber auch andere dürfen gerne mal einen Blick riskieren.
Trotz meines sehr guten Vorsatzes und der Tatsache, dass ich 2011 fast 20 Spiele (durch) gezockt habe. Wurde hier an dieser Stelle so gut wie gar nicht darüber geschrieben, verdammt, dabei hatte ich schon Lust den Film-Content mit etwas Daddel-Content zu ergänzen, aber ich kann ja mal für 2012 Besserung geloben, genug Stoff ist ja vorhanden. Nun aber mal auf den Punkt hier:
Das wunderbare Blog Polyneux hat auch für 2011 wieder alle zockenden Blogs dazu aufgerufen ihre Lieblingsspiele 2011 zu nennen. Bis zu 10 Spiele können von jedem nominiert werden. Da ich auch schon letztes Jahr teilnahm möchte ich in diesem auch nicht fehlen. Ich habe mich allerdings nicht für 10 Spiele sondern nur vier entschieden (Man könnte auch sagen sechs oder drei und eine Serie aber damit komme ich mit den Jugendschützern in Teufelsküche...). Die Reihenfolge ist alphabetisch und ist keine zusätzliche Wertung.
Alan Wake
Als Stephen King Fan ist dieses Horror-Game um einen an Schreibblocke leidenden Schriftsteller natürlich genau das richtige für mich. Schön gruselige Verbeugung an den King of Horror. Ich muss zwar zugeben, dass ich es noch nicht ganz durch habe aber es hat einen sehr bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Gears of War (3)
Das Ende der Trilogie um die Crew des oberharten Marcus Fenix. Die Kampagne(n) habe ich, nahezu, in einem Rutsch und fast komplett im Online-Koop bestritten. Große Momenten, tolle Grafik und vorallem viel Action haben mir da nicht nur einmal die Frisur zurecht geföhnt. Einer dieser Kandidaten, die man auch später noch mal in die Box wirft.
Ghostbusters
Wenn Videospiele Filmlizenzen verwenden ist das Ergebnis oft ähnlich dem welches herauskommt wenn Uwe Boll ein Videospiel adaptiert. Kann es also gut gehen wenn man so ein Kult-Franchise wie "Ghostbusters" nimmt und daraus ein Spiel macht? Ja es geht! Das Spiel passt wunderbar zu den Filmen und ist ein wirklich guter Ersatz dafür, dass wir wohl noch länger auf einen weiteren Teil der Filme warten müssen.
L. A. Noire
Dieses Game schien wohl etwas zu polarisieren, einige Zeigten sich enttäuscht, dass es kein GTA mit Schlapphüten war sondern eher eine moderene Variante der altehrwürdigen Point & Click Adventures. Auch wenn die alles umrahmende Geschichte sich nicht sonderlich schön ins Spiel einfügte so machte es mir doch sehr viel Spaß die Fälle in den unterschiedlichen Dezernaten zu lösen.
Ich hab gerade einen der, vermutlich, berührensten Kurzfilme auf YouTube gezeigt bekommen und den wollte ich auch definitiv nicht vorenthalten. Also ich halte jetzt die Finger still und ihr drückt Play, ok?
In einer Zukunft in der jeder mit 25 aufhört zu altern ist die eigene Lebenszeit zum Zahlungmittel geworden. Die einen leben von Tag zu Tag die anderen haben tausende von Jahren auf ihrem Konto. Will Salas gehört zu der ersten Gruppe und schlägt sich als Arbeiter in einer Fabrik herum bis er eines Tages einen Mann trifft der ihm sein ganzes, nicht gerade kleines, Zeitguthaben überlässt und dann Selbstmord begeht. Nun gehört Will zu den Reichen die mehr als genug Zeit haben, nur dumm, dass er für einen Mörder gehalten wird...
Meinung:
"In Time" war für mich eine kleine Überraschung. Die Plotidee fand ich ganz reizvoll hatte aber eher mit einem mittelmäßgeren Film gerechnet. Jedoch wurde die Idee wirklich gut und Stimmungsvoll umgesetzt. Gerade die Darstellung der unterschiedlichen Lebenswelten zwischen arm und reich war schön gemacht. Ebenso war der Film auch in technischer hinsicht gut produziert und die Darsteller, viele von ihnen bekannt aus diversen aktuellen TV-Serien passten wunderbar hinein. Somit war er ein solide produzierte und gut erzählter Film, was ich ihm im vorraus nicht zugetraut hätte, Hut ab.
Ein Multijobber der tagsüber Stuntman und Automechaniker ist und Nachts Fluchtwagen fährt gerät nach einem missglückten Überfall selbst in die Schusslinie und muss darauf diese unangenehme Sache mit dem Preis auf seinen Kopf regeln.
Meinung:
"Drive" hatte mich von Anfang an gepackt, es gibt wirklich wenige Filme die das schaffen, aber die Anfangssequenz in der kein einziges Wort gesprochen wird hatte mich sofort gefesselt. Auch im restlichen Film wird eher weniger geredet und wenn dann sehr distanziert, vielleicht sogar etwas abgehackt, meist kurz und unpersönlich obwohl sich die Figuren nahe stehen wollen. Dies sorgt, zusammen mit der wunderbaren Film-Noir-Ausleuchtung für eine unglaubliche Spannenden Stimmung obwohl er sich viel Zeit lässt die Charaktere einzuführen und es dauert bis die eigentlichen Geschehnisse ins Rollen kommen. Aber dies geschieht dann umso härter und erinnert an diese alten Hard-Boiled-Streifen und könnte auch eine Episode aus "Sin City" sein. Wenn es ein Film von sich behaupten darf "Neo Noir" zu sein, dann wohl "Drive"! Wer mal wieder einen recht kompromisslosen Film sehen möchte sollte ihn sich unbedingt ansehen und dafür definitiv ins Kino gehen.
Der Junge Theseus wird von Göttervater Zeus auserwählt den quer durch Griechenland marodierenden König Hyperion aufzuhalten bevor dieser die schlimmste Waffe auf Erden entfesseln kann: Die Titanen.
Meinung:
Auch wenn es der Trailer verspricht dieser Film ist definitiv nicht wie "300" und eigentlich will er es auch nicht sein, auch wenn er schon etwas danach aussieht. Wie immer bei Filmen von Tarsem Singh bewegt man sich als Zuschauer auf einem Grad zwischen Hollywood- und Kunstkino wobei dieser Film eindeutig mehr ins künstlerische abdriftet, gerade die Kostüme und die Bildgestaltung sind typisch für ihn. Leider ist auch noch etwas anderes typisch für Tarsem: Genauso opulent wie die Optik seiner Filme ist, so dürftig ist die Erzählung seiner Geschichte. Der Film hat, leider ein paar Spürbare längen und dümpelt zu oft dahin. Aber: Wegen der Story geh ich seit "The Cell" nicht mehr in seine Filme sondern einfach nur deswegen weil ich einfach mal wieder großartige Bilder auf der Leinwand sehen will und dies schafft er auch hier wieder. Wer also damit Leben kann wird seinen Augen viel bieten können. Allerdings kann man die 3D-Version wohl wieder vergessen, der Trailer sah schon nicht gut aus und einige Szenen dürften nicht so recht funktionieren.
Nick ist eher so der White-Trash-Loser, arbeitet für einen Pizza-Service als Fahrer, dated heimlich die Schwester seines besten Freundes und hängt halt sonst gelangweilt ab. Dieses vor sich hin vegetieren hat allerdings ein Ende als er auf einer Seiner Touren von zwei verhinderten Kriminellen gekidnapped wird. Kurz darauf hat er eine Bombe um die Brust und ein paar Stunden Zeit für die beiden Kerle eine Bank zu überfallen...
Meinung:
Was im Trailer noch ganz lustig aussah wurde im Saal, leider, zur Enttäuschung des Jahres. Nicht dass ich wirklich den überkracher erwartet hätte aber etwas mehr als nur dumpfen Holzhammerhumor und pubertäre Witzchen hätte dem Film echt gut getan, schliesslich war die Grundidee und auch die Charaktere nicht so schlecht, dummerweise vergeigt das Drehbuch sämtliche Chancen daraus einen guten Film zu machen. Was mich daran am meisten enttäuscht ist die Tatsache, dass der Film von Ruben Fleischer ist, ich mein, der Typ hat "Zombieland" gedreht.... Das Ding lohnt sich nicht mal als DVD vom Grabbeltisch.
Reporter Tim ersteht auf dem Flohmarkt ein hübsches Modellschiff, doch schon sehr bald muss er erfahren, dass dieses Schiff sehr begehrt ist und die anderen Interessenten auch nicht vor Gewaltanwendung zurück schrecken. Tim wittert sofort eine spannende Story und begibt sich dadurch mit seinem Hunde Struppi auf ein sehr gefährliches Abenteuer.
Meinung:
Vor gut 83 Jahren begann der Comic-Autor Georges Prosper Remi, besser bekannt als Hergé, die Abenteurlichen Geschichten um den Reporter Tim und seinen Hund Struppi zu texten und zu zeichnen. Bis an sein Lebensende, im Jahr 1983, veröffentlichte er unzählige Comic-Alben und gilt auch noch Heute als eine der treibende Kräfte im Umfeld der Franko-Belgischen Comics. Verfilmungen seiner Geschichten gab es schon öfters, zu erst als Realfilme, später dann, und den meisten von uns wohl eher bekannt sind aber die Zeichentrickfilme. Nun wagten sich keine geringeren als Steven Spielberg und Peter Jackson an diesen Stoff, sicher keine leichte Aufgabe, denn die Bücher haben auch noch heute ein große Fanbase.
Somit ging ich, der ja auch mit den Alben großgeworden ist, mit gemischten Gefühlen in diesen Film zum einen war ich mir sicher, dass der Stoff in den richtigen Händen war zum anderen hatte ich aber auch etwas Sorge, dass der Flair der Bände durch die Computeranimationen leiden könnte, schliessliche hatte Hergé ja einen eher recht reduzierten Stil.
Aber, meine Hoffnungen wurden belohnt, nicht nur ist "Die Abenteuer von Tim & Struppi" eine wunderbar erzählter Film sondern auch eine gelungen Übertragung der Figuren in das CGI-Zeitalter. Es ist einfach ein großer Spaß der Abenteurlichen Handlung, die im übrigen eine Adaption dreier Alben ist, zu folgen. Die Charaktere sind gut getroffen, die Animationen sind hübsch geworden und auch sonst ist der Film wirklich schön anzusehen, selbst das 3D funktioniert wunderbar.
Die Einführung der Charaktere hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber mit der Lösung konnte ich leben, was allerdings schon schwierig zu ertragen war: Professor Beinlein fehlt Aber ich hoffe einfach mal auf einen weiteren Film und dann mit ihm.
Handlung: Das Szenario kennen wir alle aus den Nachrichten: Ein neues Virus verbreitet sich rasend schnell um den Erdball. Contagion erzählt die Geschichte von Infizierten und ihren Angehörigen und auch von Forschern und Mitarbeitern des CDC und der WHO und deren Arbeit.
Meinung: Ja, mehr will und kann ich nicht über diesen Film erzählen. Sehr nachvollziehbar und teilweise stark dokumentarisch beschäftigt sich Soderbergh in diesem Film mit dem oben genannten Szenario ohne aber auch nur eine Minute zu langweile. Der Film ist spannend wie ein guter Polit-Thriller vermeidet es aber irgendeinem der handelnden die Schuld in die Schuhe zu schieben sondern zeigt nur die unterschiedlichen Interessen und Motivationen auf. Es gibt schließlich keine Schuldigen, es ist einfach so passiert und jeder versucht so zu handeln, wie er es für richtig hält. Für mich ist "Contagion" einer der sehenswertesten Filme dieses Jahr.
Handlung: Man kennt das ja, da ist man seit ein paar Jahren im Ruhestand, muss sich nicht mehr um den stressigen Job als Elite-Soldat kümmern und hat einfach seine Ruhe und sein Bier und dann wird der alte Mentor entführt zu dem man auch noch eine freundschaftliche Kumpelbeziehung hat und zack bringt man für einen Öl-Scheich ein paar Leute um, nur um den Bro zu retten. Genau das passiert dem Ex Special Air Service Soldaten Danny und nun ist er gezwungen wieder mal seinen Job zu machen...
Meinung: Gleich zu erst: Der Trailer und der Titel täuschen dem Zuschauer vor, dass man einen geradelinigen Action-Reißer vorgesetzt bekommt, dem ist aber nicht unbedingt ganz so. "Killer Elite" ist eher eine Art Politthriller mit hohem und guten Actionanteil. Die Mischung funktioniert hervorragend. Der Film hat mich vom Look und der Machart sehr stark an "Bank Job" erinnert und ja, das ist nun schon der zweite wirklich intelligent gemacht Film mit Statham der mir untergekommen ist und bei der er nicht irgendwie fehlbesetzt wirkt, also alles richtig gemacht. Netter weise gibt es nur wenige Szenen die sich etwas ziehen dafür wird die Story zu gut und spannend erzählt. Robert DeNiro hat zwar weniger Screentime als einem lieb ist aber damit kann man leben, der Typ ist trotzdem cool und passt. Auch aus technischer Sicht ist der Film wirklich gut geworden und es macht Spaß ihn sich anzusehen, mehr muss man nicht sagen.
Handlung: Wie es im leben so ist: Da wird ein Kollege gekündigt und im hinausgehen drückt er einem einen USB-Stick in die Hand mit dem Hinweis, dass man sich das mal ansehen sollte. Genau dies geschieht in einer großen amerikanischen Bank. Darauf hin werden genau die Ereignisse ausgelöst die zu dem großen und immer noch aktuellen Börsencrash führten.
Meinung: Es ist ein ruhiges, kammerspielartiges Drama welches sich in den Büros dieser Firma abspielt. Fast schon sheakespearhaft entwickeln sich die Geschehnisse und schon bald ist klar auf was dies alles zusteuern wird. Es ist keine leichte Kost und es ist kein neuer "Wall Street" aber die will der Film auch nicht sein. Es ist eher eine Rekonstruktion was damals in der Chefetage einer gewissen Firma geschehen sein muss. Nicht jedem wird dies Art liegen aber wer sich darauf einlässt wird einen toll besetzten und spannende Film erleben. Meiner Meinung nach wurde er viel zu wenig beachtet.
Handlung: Eine nicht all zu ferne Zukunft: Die Sonne brennt unerbittlich auf die Erde herab, Deutschland gleicht einer verbrannten, kargen Einöde. Die wenigen verbleibenden Menschen wagen sich nicht ans Tageslicht und versuchen sich durch zu schlagen so wie auch Marie und Leonie die mit Philip eine verzweifelte Irrfahrt auf der Suche nach einem Unterschlupf und Wasser unternehmen. Jedoch ist nicht nur die Sonne ihr Feind, andere überlebende haben auch ein gewisses Interesse an ihnen...
Meinung: Endlich mal ein Endzeitfilm aus deutschen Landen, dann auch noch toll inszeniert und mit überzeugenden Darstellern. Der Debüt-Film des Jung-Regisseurs Tim Fehlbaum ist durchaus als gelungen zu betrachten. Klar könnte man sagen, dass sich manche Dinge etwas zu langsam entwickeln oder die Story wenig Inhalt bietet aber, wenn man so darüber nachdenkt könnte man sagen, dass dies auch auf den wunderbaren Film "The Road" zutreffen würde. Somit bin ich gespannt wie sich Herr Fehlbaum weiter machen wird und habe etwas neue Hoffnung für den ernsthafteren Bereich des deutschen Films.
Handlung: Ein paar jugendliche Kleinkriminelle machen auf einem ihrer abendlichen Streifzüge durch "ihren" Block Bekanntschaft mit einem herumstreunenden Alien, dieses wird kurzerhand tot geprügelt und dann als Exponat zu ihrem Dope-Dealer gebracht in der Hoffnung dafür etwas abkassieren zu können. Dumm nur, dass die nicht das einzige Exemplar war welches vom Himmel fiel, allerdings ist die neue Variante wesentlich stärker und aggressiver. Aber nicht mit den Jungs und erst recht nicht in deren Block!!!!
Meinung: Der neue Film aus dem Dunstkreis der Macher von "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" ist dieses mal sowohl eine Parodie auf Filme mit Alieninvasionen als auch eine Liebeserklärung an sie, eigentlich genauso wie die beiden zu erst genannten Filme es für ihre Genres waren. Wiederum ist auch "Attack the Block" ein kleiner humorvoller Film, der aber, völlig überraschend, plötzlich diese ganz großen Kinomomente hat für die man ihn lieben muss. Leider hält die Story, stellenweise, nicht so gut durch wie bei seinen Vorgängern und wirkt damit etwas hektisch und unkonzentriert, gerade wenn sich die Protagonisten aufteilen hat man das Gefühl der Film springt etwas haltlos herum. Aber dies kann man ihm wirklich gut verzeihen.
Mein erster Kontakt mit Anime und Manga hatte ich mit circa 13 Jahren (wenn man mal von den Kinderserien absieht, dazu gibt es bei der Chaosmacherin ja eine eigene Artikel-Serie). Aber ich meine nun das Zeug für die ältere Zielgruppe. Zu dieser Zeit konnte das nur ein einziger Film sein: "Akira" die Adaption der gleichnamigen Manga-Reihe von Katsuhiro Otomo welcher auch maßgeblich an dem Film beteiligt war. Noch heute zählt er zu einem der aufwändigsten Anime die je produziert wurden, gerade wegen seiner Detailversessenheit, in der japanischen OV wurde bei den Animationen streng auf Lippensynchronität geachtet. Dies war auch der erste Anime seiner Art, der es auf den deutschen VHS-Markt geschafft hat und er hatte mich schon nach dem ersten mal sehen in seinen Bann gezogen.
Zu dieser Zeit hatte Carlsen gerade damit begonnen die Bücher zu verlegen. Allerdings nicht im japanischen Originalformat der Sammelbände, diese waren sechs an der Zahl, schwarz weiss und verdammt dick. Der Verlag entschloss sich die amerikanische Fassung für die deutsche Auflage zu nutzen. Diese war, aufgrund der Leserichtung, gespiegelt, was einige Anpassungen der Panels nötig machte und sie war koloriert. Diese Koloration entstand, damals, in enger zusammenarbeit mit Otomo selbst.
Da ich den Film schon toll fand fing ich nun an die Bände zu kaufen, diese kosteten damals 30DM, also schon eine etwas langwierige Aufgabe für einen Schüler mit etwas Taschengeld. Trotzdem sparte ich mir jeden Band beharrlich zusammen. Leider stellte Carlsen 1996 den Druck dieser Bücher ein und schon bald waren sie nicht mehr zu haben. Dies hatte auch zur folge, dass die Bände mit höheren Nummern nur eine Auflage erfahren hatten. Da ich zum Zeitpunkt der Einstellung erst bei etwa Band 10 war wurde nun die Jagd eröffnet. Beharrlich nutzte ich jede Möglichkeit an die Restlichen Bände zu kommen. Zum Glück gab es alle zwei Jahre die Comic Börse am Comic Salon und so konnte ich mir da, anfangs, immer ein oder zwei Bände sichern. Leider stiegen aber auch die Preise immer weiter, da die Bücher immer mehr zu Sammlerstücken wurden.
Vor ein paar Jahren konnte ich dann auch Band 18 und 20 erstehen, für zusammen 80€! Allerdings fehlte mir immer noch Band 19 und dieser war am schwersten zu bekommen, die Auflage war recht gering und der Band war viel gesucht. Im Schnitt kostete das gute Stück 50€. Wenn er denn zu haben war. Dies ließ mich dann doch immer etwas schlucken und ein paar Angebote gingen mir deshalb durch die Lappen. Aber dann, kurz nach der Spielemesse, bin ich am aufräumen meiner Amazon Wunschliste und was sehen meine müden Augen? "Akira Band 19 Zustand: Gebraucht - Sehr gut. Preis 25€ inkl Versand". Ihr könnt euch vorstellen was dem folgte, ungläubiges anstarren des Eintrags, hektisches in den Warenkorb legen und absenden der Bestellung.
Ein paar Tage des skeptischen wartens später hielt ich dann das Buch, den heiligen Gral meiner Comic-Sammlung in Händen. Der Zustand war noch besser als erwartet, genauer gesagt das gute Stück sah eher aus wie frisch aus dem Regal des Comic-Shop-Guys anno 1996 und roch auch noch so!!!!! Endlich hat die Jagd ein Ende, endlich, endlich, endlich kann ich die Story zu ende lesen.
Habt ihr auch so eine Quest? Wart oder Seid ihr auch schon seit Jahren auf der Suche nach dem fehlenden Puzzelteil einer geliebten Sammlung von euch? Schreibt doch dazu einen Kommentar